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Büro für PPS-Realisierung und Einführung Jürgen Finger + Partner

Organisationsentwicklung
Die Einführung eines integrierten ERP-Systems betrifft das ganze Unternehmen.
Jürgen und Stefan Finger

Ohne die Einbeziehung der Mitarbeiter lässt sich ein ERP-System nicht erfolgreich realisieren. Warum das so ist, erklären die Geschäftsführer Jürgen und Stefan Finger.


Welche Rolle spielt der Faktor Mensch bei der Implementierung eines ERP-Systems?

Die Realisierung und Einführung eines ERP-Systems bringt Veränderungen für die Mitarbeiter mit sich, die zwangsläufig zu Reibungsverlusten führen. Deswegen müssen wir eine Strategie finden, die es ermöglicht, die Mitarbeiter von Anfang an in den Veränderungsprozess einzubeziehen. Ihnen soll bewusst werden, dass sie ihr zukünftiges Arbeitsumfeld mitgestaltet haben.

Welche Rolle kommt Ihnen als Berater dabei zu?

Die Einführung eines integrierten ERP-Systems betrifft das ganze Unternehmen. Die Mitarbeiter haben naturgemäß unterschiedliche Interessen und damit unterschiedliche Anforderungen an das System und die Arbeitsabläufe. Unsere Aufgabe ist es, diese unterschiedlichen Interessen so aufeinander abzustimmen, dass ein einheitliches, von allen akzeptiertes Ergebnis zustande kommt. Über welche Soft Skills muss ein Berater hier verfügen? Neben der fachlichen Erfahrung benötigt er Führungserfahrung, Integrität, Überzeugungskraft und Selbstvertrauen. Weitere wichtige Voraussetzungen sind Sachlichkeit, Toleranz, Gelassenheit und die Fähigkeit, zuzuhören.

Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Grundsätzlich sehr gute. Wir fungieren im ERP-Projektteam als „Berater–Moderator– Trainer“ nach der Methode von Managementprofessor Frank Peschanel. Durch unsere Neutralität gelingt die Einbindung der Beschäftigten in einem hohen Maße. Natürlich gibt es auch Mitarbeiter, bei denen das weniger gut funktioniert. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass sie gegen ihren Willen einbezogen werden oder weil sie die zusätzliche Belastung durch ein solches Projekt nicht auf sich nehmen können oder wollen.

Wo liegen die klassischen Fallstricke bei der Beteiligung der Mitarbeiter?

Ein Team aus Mitarbeitern ist nicht homogen bezüglich Leistungsstärke und -bereitschaft, Arbeitsgeschwindigkeit und Motivation. Mit einer kleineren Mannschaft aus den „Besten“ käme man sicher schneller voran. Es bestünde dann jedoch die Gefahr, dass die nicht im Projektteam vertretenen Abteilungen mit dessen Arbeitsergebnissen nicht einverstanden wären. Da ein erfolgreiches ERP-Projekt ohne Akzeptanz und Motivation einer breiten Schicht der Mitarbeiter aber nicht möglich ist, muss manchmal eine längere Projektlaufzeit in Kauf genommen werden.

Wie begegnen Sie Vorbehalten und Ängsten der Mitarbeiter?

Durch die konsequente Einbeziehung der Mitarbeiter in die Implementierung des ERP-Systems, in die Gestaltung der zukünftigen Geschäftsprozesse sowie durch offene Kommunikation. Das schafft Motivation für die Projektarbeit und Akzeptanz für notwendige Veränderungen im Unternehmen und für die Verwendung eines neuen Systems.